Lesung & Jazzkonzert

Charlotte Salomon: Therese Hämer & Julie Sassoon Quartett Stuttgart

Konzert Info

Lesung & Jazzkonzert   
Therese Hämer & Julie Sassoon Jazzquartet 

Die Malerin Charlotte Salomon: "Es ist mein ganzes Leben" Politisch-historisches Erinnern mit allen Sinnen. Ein Verbundprojekt politischer und kultureller Bildung

"Sorg' gut dafür: Es ist mein ganzes Leben": Mit diesen Worten übergab die Malerin Charlotte Salomon im Jahre 1942 einem Freund einen Zyklus von mehreren hundert Bildern (Gouachen). Einige Monate später war die 26jährige tot - als Jüdin in Auschwitz ermordet. Das Projekt der politisch-historischen und kulturellen Bildung erinnert rund 100 Jahre nach ihrem Geburtstag am 16. April 1917 an Leben und Sterben Charlotte Salomons und damit an das schrecklich-typische Schicksal einer jungen deutschen Jüdin; es erinnert gleichzeitig aber auch an das einzigartige Werk einer vielversprechenden Malerin, das nach ihrer Ermordung für lange Jahre vergessen war.

Zur Aktualität des Projekts

Das Projekt knüpft an eine aktuelle Diskussion der jüngsten Zeit an, in der es um antisemitische Stereotype in deutschen Schulbüchern geht, vor allem aber darum, dass in der gängigen bundesdeutschen Erinnerungskultur die Tendenz besteht, Jüdinnen und Juden allein als Opfer zu sehen und darzustellen (Süddeutsche Zeitung, Nr. 191 vom 21. August 2018, S.. 5). Diese Tendenz ist fatal, denn wenn die von den Nationalsozialisten Ermordeten allein Opfer, d.h. allein Objekte der Geschichte wären, dann wäre durch ihre Vernichtung auch ihre Lebensleistung ausgelöscht und vergessen. Dann hätten die Mörder ein zweites Mal triumphiert. Gerade das bildnerische Werk Charlotte Salomons steht aber wegen seiner Einzigartigkeit dem Vergessen entgegen, auch wenn ihr Schicksal so schrecklich typisch ist für das von hunderttausend Anderen.

Anfahrt zu Hospitalhof Stuttgart, Stuttgart

Presse Text

Lesung & Jazzkonzert   
Therese Hämer & Julie Sassoon Jazzquartet 

Die Malerin Charlotte Salomon: "Es ist mein ganzes Leben" Politisch-historisches Erinnern mit allen Sinnen. Ein Verbundprojekt politischer und kultureller Bildung

"Sorg' gut dafür: Es ist mein ganzes Leben": Mit diesen Worten übergab die Malerin Charlotte Salomon im Jahre 1942 einem Freund einen Zyklus von mehreren hundert Bildern (Gouachen). Einige Monate später war die 26jährige tot - als Jüdin in Auschwitz ermordet. Das Projekt der politisch-historischen und kulturellen Bildung erinnert rund 100 Jahre nach ihrem Geburtstag am 16. April 1917 an Leben und Sterben Charlotte Salomons und damit an das schrecklich-typische Schicksal einer jungen deutschen Jüdin; es erinnert gleichzeitig aber auch an das einzigartige Werk einer vielversprechenden Malerin, das nach ihrer Ermordung für lange Jahre vergessen war.

Zur Aktualität des Projekts

Das Projekt knüpft an eine aktuelle Diskussion der jüngsten Zeit an, in der es um antisemitische Stereotype in deutschen Schulbüchern geht, vor allem aber darum, dass in der gängigen bundesdeutschen Erinnerungskultur die Tendenz besteht, Jüdinnen und Juden allein als Opfer zu sehen und darzustellen (Süddeutsche Zeitung, Nr. 191 vom 21. August 2018, S.. 5). Diese Tendenz ist fatal, denn wenn die von den Nationalsozialisten Ermordeten allein Opfer, d.h. allein Objekte der Geschichte wären, dann wäre durch ihre Vernichtung auch ihre Lebensleistung ausgelöscht und vergessen. Dann hätten die Mörder ein zweites Mal triumphiert. Gerade das bildnerische Werk Charlotte Salomons steht aber wegen seiner Einzigartigkeit dem Vergessen entgegen, auch wenn ihr Schicksal so schrecklich typisch ist für das von hunderttausend Anderen.

Ältere Events zu Charlotte Salomon: Therese Hämer & Julie Sassoon Quartett
Künstlerbild
SKS Michael Russ GmbH  Charlottenplatz 17  70173 Stuttgart 
Konzerte und Veranstaltungen in Stuttgart, Ludwigsburg, Heilbronn, Karlsruhe, Pforzheim, Esslingen und mittlerer Neckarraum.  Vorverkauf von günstigen Eintrittskarten.