Lieder Tour 2014

Adel Tawil Stuttgart

Konzert Info

Adel Tawil | Stuttgart  | SpardaWelt Freilichtbühne Killesberg - 1 280 /bilder/Adel_Tawil_01-2568_104dd8c62e14bfbc9b8f4d8017412642.png Adel_Tawil_01

Lieder Tour 2014

Gast: Benne

ADEL TAWIL hat so einiges erlebt in der wunderbaren Welt der Popmusik. Er war als ehemaliges Mitglied einer Boyband am Boden zerstört und mit Ich + Ich ganz weit oben. ADEL TAWIL hat ein Leben, das eigentlich für zwei reicht und er ist bereit, davon zu erzählen: Mit seinem Debütalbum „Lieder“ geht er im Frühjahr 2014 auf große „Lieder Tour 2014“. 2012 spielten Ich + Ich ihr vorerst letztes Konzert, seitdem arbeitete ADEL TAWIL an seinem Album. Trotz seiner nunmehr 17-jährigen Karriere ist es überraschenderweise sein erstes eigenes Album und wie jeder Newcomer fühlt er – ebenso überraschend – eine gewisse Unsicherheit. Er ist nervös, wenn er über sein Album spricht, wobei er den fast unvermeidlichen Vergleich zu Ich + Ich – die mit über drei Millionen verkauften Platten und diversen Auszeichnungen (u. a. mehrere Echos in den Kategorien „Erfolgreichster Künstler Rock/Pop National“ und „Bester Live Act National“) zu den erfolgreichsten deutschen Künstlern der Gegenwart gehören - gar nicht so sehr fürchtet. Weder fühlt er sich verpflichtet sich künstlich davon abzuheben, noch wird das neue Album eine bloße Kopie der erfolgreichen Rezeptur werden. Lapidar erzählt Adel in diesem Zusammenhang die Geschichte von Keith Richards, dem die Kritiker vorwarfen, dass sein Soloalbum verdammt nach Rolling Stones klingen würde. Ach wirklich? Überraschung? Nicht wirklich!
„Das erste eigene Ding, nach Jahren. Das, was ich immer erreichen wollte“, beschreibt er die Arbeit an seinem Album und tatsächlich hört sich die Platte wie ein Querschnitt aus Adels Leben an. Da gibt es diesen wunderbaren Song „Lieder“, in dem Adel sein gesamtes Leben anhand von Künstlern und Songtexten beschreibt, die ihn geprägt haben. Ein Leben in Liedern und die ausgewählten Zitate sind dabei so kunstvoll zusammengesetzt, dass es tatsächlich eine – seine Biografie - ergibt. Da gibt es den, mit seinen Synthieflächen an die 80er Jahre erinnernden Track „Unter Wasser“, der wahrscheinlich das bitterste und gleichzeitig hoffnungsvollste ist, was ein Künstler zu Papier bringen kann. Der urbane Hip Hop-lastige Song „Graffiti Love“ beschreibt wiederum eine Liebe, groß, jung und frei, wie ein zwanzig Meter hohes Rooftop-Graffiti, das man von der S-Bahn aus auf einer Häuserwand lesen kann und mit seiner Unmittelbarkeit direkt ins Herz trifft. Dass der Gesang dabei von den Schwestern Humpe und Humpe beigesteuert wird, ist dabei vielleicht nur eine kleine, aber immerhin bemerkenswerte Randnotiz. Mit „Willst du unbedingt einen Mann vor dir weinen sehen“ wird Adel so persönlich, das es fast schon weh tut. Hier liefert sich der Sänger seinem Publikum aus, wie selten ein Künstler zuvor. Schwäche und Gefühl trifft auf Stärke ohne falschen Stolz. Sido und Prinz Pi steuern für den Song „Aschenflug“ vertrauliche Erkenntnisse bei, wenn es darum geht, sich im Angesicht des Scheiterns selbst zu vernichten. Der Sänger trifft mit den beiden Hip Hop Ikonen auf seine Ursprünge und zusammen beschreiben sie die Zerrissenheit zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit. Wenn die Sucht zu stark ist, der Griff zur Droge der einzige Ausweg zu sein scheint und nur noch mehr Unheil anrichtet, werden die Menschen zu destruktiven Kometen. Auf ihrem „Aschenflug“ ziehen sie eine Spur der Zerstörung.
Immer wieder schneidet ADEL TAWIL aber auch die großen gesellschaftlichen Themen an und präsentiert uns seine Vorstellung eines anderen Lebens, mit einem anderen Miteinander. In dem Song „Zuhause“, den er mit dem jüdisch-orthodoxen Reggae Künstler Matisyahu geschrieben hat, beschreiben die beiden eine Welt ohne Nationen und Vaterländer, denn schließlich sind wir doch nur dort Zuhause, wo unsere Freunde sind. Kein Wunder also, wenn ADEL TAWIL nervös ist, und gespannt darauf, was die Leute über sein Album sagen werden, das moderner, basslastiger und urbaner klingen wird, als alles, was man bislang von ihm gehört hat. Doch wer nicht springt wird niemals fliegen und was bitteschön hat ADEL TAWIL, der Mann, der schon alles gesehen hat, zu verlieren? Nichts!

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Presse Text

Seit dem letzten Album vor drei Jahren ist viel passiert im Leben von ADEL TAWIL. Da war ein lebensgefährlicher Unfall, bei dem er sich viermal ein und denselben Halswirbel gebrochen hat, da war die Scheidung von seiner Ehefrau, die er erst im Jahr 2011 geheiratet hatte und mit der er insgesamt über ein Jahrzehnt zusammen war. Da waren die großen künstlerischen und beruflichen Erfolge und die absoluten privaten Tiefschläge. Der Medienrummel um sein Privatleben auf der einen Seite und die ausverkauften Hallen vor einem euphorisierten Publikum. Da waren ein Solo-Album, das mittlerweile fünffach mit Gold ausgezeichnet worden ist und eine wahnsinnig erfolgreiche Tour. Da war Trennung und Schmerz. „Ich muss schon sagen, das war eine ziemliche Achterbahnfahrt in den letzten Jahren. Ein ziemliches Durcheinander.“

Nach all den Aufregungen um sein Privatleben sucht er verzweifelt nach einem Ort, an dem er nun endlich mit der Arbeit an seinem neuen Album loslegen kann. Adel steigt in ein Flugzeug, um zu seinem Kumpel nach Hawaii zu fliegen, der dort auf Big Island lebt, mitten im Dschungel. „Da gibt es nichts. Gar nichts. Der hat ein paar Solarzellen auf dem Dach, um sich selbst mit Strom zu versorgen und eine selbstgebaute Dusche. (…) Ich war abgeschnitten von jeglicher Kommunikation. Ich konnte niemanden mehr erreichen und niemand konnte mich erreichen. Da wusste ich: Das war die beste Entscheidung meines Lebens. Jetzt kann ich arbeiten.“ Und Adel arbeitet. Befreit vom Ballast der Vergangenheit, befreit vom Medienrummel, befreit von der eigenen Lähmung legt er los und im Gegensatz zum Vorgängeralbum, verläuft die Arbeit selbstbewusst und mutig. „Dort habe ich beschlossen, eine ganz andere Platte zu machen, (..) weshalb das Album auch ‚So schön anders’ heißen wird.“ „Ich habe einfach alles erzählt was mir passiert ist. Ich habe den ganzen Schmerz reingepackt und die ganz großen Glücksmomente. Ich habe über das geschrieben, was ich in der Welt gesehen habe, in Europa und an den Außengrenzen von Europa, in Ägypten. Ich habe über das geschrieben, was mich und wahrscheinlich sehr viele Menschen beschäftigt.“

Und es gibt die Musik. Denn eines darf man bei ADEL TAWIL niemals vergessen: Was er auch tut. Womit er sich auch immer beschäftigt. Was auch immer ihm wiederfährt und mit welchen Hochs und Tiefs er zu kämpfen hat. Am Ende ist ADEL TAWIL ein Sänger, der die Lieder, die er singt, lebt. Mit jeder Faser seines Seins. Mit all seiner Kraft, seinem Mut und seiner Hingabe.

Altersfreigabe:       

kein Zutritt: unter 6 Jahren
nur in Begleitung: bis 14 Jahren
frei ab 14 Jahren

Pressematerial zu Adel Tawil
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